Selektion im Assessment Center

Wer kennt das nicht? Viele junge Leute bewerben sich nach bestandenem Abitur oder Hochschulstudium bei einer Firma und kaum liegt die Einladung auf dem Tisch, perlen die Schweißtropfen mit den Freudentränen gemeinsam auf die Tischoberfläche. Natürlich freut man sich darüber, eingeladen zu werden, doch auf der anderen Seite gibt es die Angst, dass man beim Einstellungsgespräch womöglich versagen könnte. Man weiß ja auch gar nicht so recht, was die potenziellen Chefs von einem erwarten, welche Fragen sie stellen und wonach sie suchen. Ich kann Sie beruhigen, häufig weiß das die Chefetage selbst nicht so richtig.

Darum setzen immer mehr Firmen ein so genanntes Assessment Center ein, um den oder die richtigen Kandidaten heraus zu filtern. Mithilfe zahlreicher Übungen werden dort die Charaktere der Bewerber auf die Probe gestellt, wobei weder Stärken und schon gar keine Schwächen unbelichtet bleiben. In kleinen Gruppen simulieren die Bewerber Stresssituationen, Teamaufgaben, aber auch Einzelpräsentationen. Diese Center können dabei von der Firma selbst eingerichtet sein oder von einer beratenden Institution. Ziel ist es, anhand des eigenen Firmenanforderungsprofils die bestmöglichen Bewerber zu selektieren. Dies bietet zum einen für den Bewerber die Chance, sich länger und demnach auch besser zu präsentieren als es vermutlich in einem Bewerbungsgespräch möglich wäre, es ermöglicht aber zugleich den Funktionären ein facettenreicheres und somit aufschlussreicheres Bild der Kandidaten zu bekommen.

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